Bio-Baumwolle

Ob konventionell hergestellt oder Bio: Baumwolle stammt weder vom Baum, noch ist es Wolle. Die Baumwollpflanze ist ein Strauch aus der Familie der Malvengewächse. Es gibt 51 verschiedene Arten der Baumwollpflanze. Nur 4 davon sind für die Herstellung von Textilien geeignet. Die Hauptanbaugebiete befinden sich in Indien, China und den USA.
50% aller Kleidungsstücke weltweit bestehen aus Baumwolle. Während der Großteil der BaumwollProduktion aus Standard Baumwolle stammt, macht der Anteil an Bio-Baumwolle zurzeit weniger als 1% aus. Zu dem kommt, dass sich die Textilindustrie als zweitgrößter Umweltverschmutzer – gleich nach der Ölindustrie – präsentiert. Ein guter Grund auf Bio-Baumwolle umzusteigen und unserer Umwelt etwas Gutes zu tun.

Grundsätzlich lassen sich drei Kategorien der Baumwollverarbeitung feststellen:
1. GMO Baumwolle: Dabei handelt es sich um die konventionelle Baumwolle, die zumeist gentechnisch modifiziert und mit Pestiziden und anderen chemischen Substanzen behandelt wird.
2. Sustainable Cotton: Diese Baumwolle verzichtet zwar auf Gentechnik und Chemikalien, verwendet allerdings dennoch Pestizide in der Herstellung.
3. Organic Cotton: Dieser Begriff bezeichnet die Bio-Baumwolle, die zur Gänze auf Pestizide und Chemikalien verzichtet und welche auch nicht gentechnisch modifiziert ist.
Sprechen wir also von Bio-Baumwolle, so ist damit „Organic Cotton“ gemeint. Doch welche Vorteile bietet Bio-Baumwolle im Vergleich mit der konventionellen Variante?

Für unsere Liebsten

Baumwolle vs. Bio-Baumwolle – Was macht den Unterschied?


Im Gegensatz zu der konventionellen Baumwolle tut die Bio-Baumwolle etwas für unsere Umwelt. Indem sie auf Pestizide und chemische Substanzen verzichtet, und die Schädlingsbekämpfung dadurch erreicht, dass zwischen die Baumwollsträucher solche Pflanzen gesetzt werden, die die Schädlinge noch lieber fressen als Baumwolle, ist die Herstellung äußerst nachhaltig. Durch die fehlenden Pestizide haben auch die natürlichen Feinde der Baumwollschädlinge eine Chance, bei der Schädlingsbekämpfung mithelfen zu können. Auch die erhebliche Wassermenge, die bei der Produktion konventioneller Baumwolle notwendig ist, benötigt die Bio-Baumwolle nicht und als natürlicher Dünger wirkt die dicke Humusschicht im Boden. Die Befolgung der Fruchtfolge, bei der nur alle drei Jahre Baumwolle angebaut wird und in der restlichen Zeit andere Bio-Produkte, sorgt dafür, dass der Boden der Anbauflächen fruchtbar bleibt und nicht ausgelaugt wird. Die Vorteile der Bio-Baumwolle reichen bis hin zur Generierung von Saatgut, da die Baumwolle aus biologischer Herstellung Samen produziert, die für den nächsten Anbau verwendet werden können. Bei konventioneller Baumwolle ist diese Möglichkeit aufgrund der eingesetzten Pestizide nicht gegeben, da jene die Samen zerstören. Durch unterschiedliche Zertifikate und Siegel wird der biologische Anbau garantiert.


Aber Bio-Baumwolle ist nicht nur eine erhebliche Entlastung für unsere Umwelt, sondern auch für die Menschen am Anfang der Produktionskette. Da die Pestizide und Chemikalien für die Herstellung konventioneller Baumwolle meist sehr teuer sind, wird Bio-Baumwolle vor allem von Kleinbauern angepflanzt, die aus finanziellen Gründen keine andere Möglichkeit haben. Mit der Förderung der Produktion von Bio-Baumwolle, werden somit gerade jene Menschen unterstützt, die es am dringendsten benötigen. Verschiedene Siegel zertifizieren außerdem, dass die Arbeiter und Bauern gerechten Arbeits- und Lebensbedingungen ausgesetzt sind und einen adäquaten Lohn für die Verrichtung ihrer Arbeit erhalten.
Partner von Stanley/Stella werden diese Reste gesammelt und als Baumwoll-Faden recycled. In neuer Gestalt trägt das einstige Abfallmaterial so zur Produktion von Stofftaschen bei.
Dank des Labels „Confidence in textile“ bestätigt der OEKO-TEX Standard 100, dass alle Produkte von Stanley/Stella udn Neutral frei von jeglichen chemischen Substanzen in der Herstellung sind, die für Gesundheit oder Umwelt schädlich sein könnte